Informationen

  August Kirsch
Ehrenmitgliedschaften: Rudolfina
Geboren: 02.06.1862, Wien
Gestorben: 17.02.1931, Wien
Position: Herausgeber und Verleger („Wiener Neuigkeits-Weltblatt“ und „Wiener Illustriertes Wochenblatt“)

Lebenslauf

Nach der Matura studierte Kirsch von 1881 bis 1885 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien (kein Abschluß). Bereits 1882 wurde er von seinem Onkel in die Redaktion des von ihm 1874 gegründeten „Wiener Neuigkeits-Weltblattes“ berufen. Diese Tageszeitung hatte eine katholische Grundausrichtung und erreichte zu Beginn des Ersten Weltkriegs eine Auflage von 67.000 Stücken. In der Zwischenkriegszeit sank sie dann auf 30.000.

Nach dem Tod seines Onkels im Jahr 1888 erbte Kirsch diese Zeitung und übernahm deren Leitung. 1908 gründete er noch die „Wiener Illustrierte Wochenschau“. Kirsch war Vizepräsident der Zentralvereinigung der Zeitungsunternehmungen Österreich (Vorgängerin des nunmehrigen Verbands der Österreichischen Zeitungsherausgeber) und Vorstandsmitglied der Vereinigung österreichischer Tageszeitungen. Er war auch mit Leopold Kunschak (Nc EM) freundschaftlich verbunden.

Kirsch war also eindeutig dem katholischen Milieu verbunden, was dann offenbar zur Ehrenmitgliedschaftsverleihung der Rudolfina führte. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn August Theodor Kirsch den Verlag bzw. die Herausgeberschaft. Unter seiner Leitung wurde die Zeitung eine Unterstützerin des „Ständestaates“. 1943 wurde sie eingestellt.

Kirsch wurde auf dem Hietzinger Friedhof beigesetzt,

Quellen und Literatur

Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950, Band 3, Wien 1964, S. 344.

Erstellt von Gerhard Hartmann am 04.01.2016
Zuletzt geändert von Gerhard Hartmann am 04.01.2016