Informationen

  Alois Ludwig Stöger
Urverbindung: Alpinia-Innsbruck (28.05.1944)
Bandverbindungen: AIn
Geboren: 06.12.1921, Suben (Bezirk Schärding, Oberösterreich)
Gestorben: 25.02.1998, Johannesburg (Südafrika)
Position: Abt von Wilten, Ordenspriester (OPraem)

Lebenslauf

Stöger wurde auf den Namen Ludwig getauft und besuchte zuerst die Volksschule in Suben. Danach ging er zuerst auf das Franziskanergymnasium in Hall/Tirol, wurde jedoch zur Deutschen Wehrmacht eingezogen und konnte nach einem Kriegsdienst 1944 am Gymnasium in Innsbruck die Matura ablegen. Danach begann er das Studium an der Medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck, wo er der zu dieser Zeit im Untergrund agierenden Alpinia beitrat (Couleurname Dr. cer. Ekkehard).

Nach drei Semestern trat Stöger ins Innsbrucker Priesterseminar ein und begann das Studium an der dortigen Theologischen Fakultät. 1947 trat er ins Prämonstratenserstift Wilten ein, nahm den Ordensanmen Alois an und legte 1950 die feierliche Profeß ab. Im selben Jahr wurde er im Dom zu Brixen zum Priester geweiht. 1951 ging er zum Studium nach Belgien und kam in Kontakt mit Joseph Cardijn, dem Spiritus rector der internationalen Katholischen Arbeiterjugend (KAJ). Nach seiner Rückkehr im Jahr 1952 nach Innsbruck wurde Stöger Diözesanseelsorger der KAJ.

1957 wurde Stöger zum Abt von Wilten gewählt und führte damit den Titel Haus-, Hof- und Erbkaplan des Landes Tirol. Neben seinen seelsorglichen Aufgaben zählte zu seinen Schwerpunkten der Aufbau des im Krieg schwer beschädigten Stiftes. Daneben war er Zirkarienvikar der deutschsprachigen Prämonstratenserklöster und Vorsitzender der Tiroler Superionkonferenz. 1967/68 war er Administrator des Prämonstratenserstiftes Geras (Niederösterrich) und von 1991 bis 1996 Großprior des Ordens vom Heiligen Grab für Österreich. 1980 wurde er zum Präsidenten des Aufsichtsrats der Verlagsanstalt Tyrolia gewählt.

1992 legte er sein Amt als Abt zurück. Er starb an den Folgen eines Autounfalls auf der Fahrt zum Wildreservat Mardikwe in Südafrika.

Werke

Es ist ein Geheimnis. Erinnerungen (1998 posthum)

Quellen und Literatur

Bischöfe, Äbte, Pröpste aus dem CV und ÖCV. Hg. vom Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen und vom Cartellverband der katholischen österreichischen Studentenverbindungen. Regensburg–Wien 2009, S. 120f.

Erstellt von Gerhard Hartmann am 25.12.2013