ÖCV trauert um Ärztekammerpräsident Dr. Walter Dorner

Datum Von Österreichischer Cartellverband  
13.07.2017 Gerhard Labschütz Österreichischer Cartellverband

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In der Nacht auf den 10. Juli 2017 ist Generalmajor Primarius Medizinalrat Dr. Walter Dorner v. Dr. cer. Waldi (BbW) nach langer schwerer Krebserkrankung im 76. Lebensjahr verstorben. Er trat schon zu Beginn seines Medizin-Studiums 1964 der ÖCV-Verbindung Babenberg Wien bei. In seiner Aktivenzeit stand er als Consenior und Senior seiner Verbindung vor und bekleidete Ende der 70er über mehrere Jahre das Amt des Philisterconseniors. Über 50 Jahre hielt Walter Dorner seiner Verbindung und dem ÖCV die Treue und wurde daher schließlich auch mit der höchsten Ehrung der Babenberg, der „Dr.cer. Würde“ ausgezeichnet. Die Verbandsführung ist betroffen vom Ableben des langjährigen Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, der bis zuletzt die Prinzipien des ÖCV in seinen Funktionen vertrat, sei es als Mitglied des Universitätsrates der Medizinischen Universität Wien oder als ÖVP Gemeinderat seiner burgenländischen Heimatgemeinde Markt St. Martin.

Walter Dorner wurde am 01. Juni 1942 in Neunkirchen geboren und wuchs im Burgenland, in der Gemeinde Markt St. Martin auf, er besuchte das Gymnasium in Mattersburg und begann gleich nach seiner Matura mit dem Studium der Medizin in Wien. Er promovierte 1969 zum Doktor der gesamten Heilkunde und begann seine berufliche Laufbahn als Turnusarzt im Krankenhaus Göttlicher Heiland, wo er bis 1975 die Facharztausbildung für Chirurgie absolvierte und dann Oberarzt wurde und eine Ordination in 9. Wiener Gemeindebezirk eröffnete. Ab 1979 war er am Heeresspital in Stammersdorf tätig, wo er schließlich zum ärztlichen Leiter und stellvertretenden Kommandanten aufstieg. Von 1987 bis zu seiner Pensionierung war er schließlich Leiter der Heereskrankenanstalt und Kommandant der Van-Swieten-Kaserne und stieg im Dienstgrad zum Generalmajor auf.

Neben seiner beruflichen Laufbahn begann er bereits 1981 mit seinem standespolitischen Engagement in der Wiener Ärztekammer, in welcher er bereits ab 1985 Mitglied des Vorstandes war. 1996 wurde er 3. Vizepräsident der Ärztekammer und dann 1999 Wiener Ärztekammerpräsident. Von 1999 bis 2007 war er zusätzlich auch Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und wurde schließlich am Kammertag 2007 einstimmig zum Präsidenten gewählt, welches er bis 2012 ausfüllte. „All meine Kraft, mein Engagement und auch mein Hirn und mein Herz werde ich für die Anliegen der Medizin und der Ärzteschaft einsetzen“, erklärte Dorner in seiner damaligen Antrittsrede.

Im Nachruf in der Österreichischen Ärztezeitung (Nr. 13-14, 15.07.2017) werden die Leitlinien Walter Dorners für seine berufliche Tätigkeit und sein Engagement in der Standesvertretung der Ärzte von der Chefredakteurin Dr. Agnes M. Müllgassner zusammengefasst: „Ethos, Kompetenz und Freiheit stellten für Walter Dorner die Basis des ärztlichen Berufs, der ärztlichen Berufung dar. Die individuelle und kollektive ärztliche Verantwortung sah er zuallererst in der Verpflichtung, im Spannungsfeld zwischen Politik und Ökonomie die humanistischen und sozialen Werte am Leben zu halten und darauf hinzuweisen, dass die Ärztinnen und Ärzte primär im Dienste der Patienten stehen. Sein persönlicher Zugang zur ärztlichen Tätigkeit war vom Humanismus geprägt und zutiefst christlich-sozial.“

Viele Auszeichnungen nahm er zeitlebens für sein außergewöhnliches Engagement entgegen wie das Goldene Ehrenzeichen der Ärztekammer für Wien, das Große Ehrenzeichen der Österreichischen Ärztekammer, das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik, der Goldene Rathausmann der Stadt Wien und die Ehrenmitgliedschaft in der Gesellschaft der Ärzte.

Die Verbandsführung des Österreichischen Cartellverbands verneigt sich vor der Lebensleistung dieses Cartellbruders, der sein lebenslanges Engagement, wie er selbst oftmals im Verbindungskreis betonte, in erster Linie auf die Prinzipien religio-patria-scientia-amicitia und der Katholischen Soziallehre aufgebaut hat. Unsere tief empfundene Anteilnahme gilt seiner Gattin und seinen Kindern.

Nun hat Gott, der Herr, Cartellbruder Dr. cer. Waldi, seinen braven Diener, zu sich gerufen, damit er Anteil nehme, an der uns verheißenen Auferstehung und dem ewigen Leben.

Nachruf von Gerhard Labschütz (NdW) im Namen der Verbandsführung des Österreichischen Cartellverbands


Das Requiem und die feierliche Einsegnung finden am 15. Juli 2017 um 11:00 Uhr in der Aufbahrungshalle am Ortsfiredhof Markt St. Martin statt. Weitere Informationen entnehmen sie bitte der Parte, die als PDF zum Download (rechts) bereit steht.

erstellt am 14.07.2017
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