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Gerhard Falch

Gerhard Falch

Ehrenmitgliedschaften:

Geboren: 13.07.1948, Polling (Bezirk Braunau, Oberösterreich)
Gestorben: 19.02.2019, Braunau
Generaldirektor (Austria Metallwerke AG)

Lebenslauf:

Falch wurde als Sohn eines Schuldirektors und einer Gastwirtin geboren und besuchte nach der Volksschule das Realgymnasium in Braunau, wo er 1966 die Matura ablegte. Anschließend begann er mit einer Unterbrechung das Studium der Verfahrenstechnik an der Fakultät für Elektrotechnik und Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Graz (Dipl.-Ing. 1978). Nach einer einjährigen Tätigkeit in einer Stuttgarter Konstruktionsfirma begann er 1979 eine solche im Industrieanlagenbau der Voest Alpine AG. In den Jahren 1980 bis 1986 leitete er zwei Großprojekte in Südostasien. Von 1986 bis 1992 war er Geschäftsbereichsleiter für Chemietechnik und anschließend bis 1994 Geschäftsführer von drei Tochterfirmen der Voest Alpine.

1994 wurde Falch in den Vorstand der Elektro Bau AG berufen, ab 1997 war er seit der Fusionierung der Elektro Bau AG mit der Elin Vorstandsmitglied der Voest Alpine TECH ELIN EBG GmbH (VA TECH) in Linz. 1999 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden der Voest Alpine Industrieanlagenbau (VAI) GmbH und 2002 zum Generaldirektorstellvertreter der Voest Alpine Technologie AG Linz bestellt. Von 2005 bis 2007 war er Vorstandsmitglied der Siemens Österreich AG.

Im September 2007 wurde Falch zum Vorstandsvorsitzenden (Generaldirektor) der AMAG Austria Metall AG berufen. Dieses Unternehmen wurde 1939 als Aluminiumhütte in Ranshofen bei Braunau/Inn gegründet und nach dem Krieg verstaatlicht. Sie hieß dann Vereinigte Metallwerke Ranshofen-Braunau AG. 1985 wurde es im Rahmen der ÖIAG in Austria Metallwerke AG (AMAG) unbenannt und 1996 privatisiert. Zuerst gehörte die Mehrheit der Aktien der Constantia (Herbert Turnauer), seit 2014 der B&C Industrieholding. Der Umsatz der AMAG überschritt 2017 die Milliardengrenze.

Falch war bis März 2014 Vorstandsvorsitzender der AMAG, danach war er noch Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates. Von 2008 bis 2018 war er Aufsichtsratsvorsitzender der Energie AG Oberösterreich. In seiner Wohngemeinde Antiesenhofen (Bezirk Ried, Oberösterreich) engagierte er sich für die ÖVP kommunalpolitisch und war dort zeitweise Mitglied des Gemeinderates und Vizebürgermeister. In Kontakt zum CV bzw. der Severina bekam er über Ludwig Scharimger (A-D) und Alt-VOP Eduard Saxinger (Trn). Er erhielt das Band der Severina gemeinsam mit Altlandeshauptman Josef Ratzenbäck (AlIn EM).

Quellen und Literatur:

Aktenbestand der Ehrenzeichenkanzlei der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei (Kabinettsvizedirektor Heinz Hafner [Am], Mitteilung 5. 3. 2019).
Mitteilung Mario Helmberger (Se), 5. 4. 2018.