Informationen

  Franz Sales Englhofer
Ehrenmitgliedschaften: Carolina
Geboren: 00.00.1834, Graz
Gestorben: 15.04.1914, Graz
Position: Süßwarenfabrikant

Lebenslauf

Nach dem Besuch der gymnasialen Unterstufe begann Englhofer im Revolutionsjahr 1848 eine Lehre im Geschäft seines Onkels in der Grazer Mur-Vorstadt (im Umfeld der Pfarrkirche St. Andrä), das er dann 1863 nach dessen Tod übernahm. Bereits 1851 – nach seiner Lehre – gründete er ein Handelsgeschäft für Kaffee. Dieses florierte dann derart, daß er 1867 in der Grazer Mariannengasse eine Fabrik für die Abfüllung von Kaffe errichtete, die sich immer mehr ausweitete.

1882 übergab Englhofer die Leitung seines Unternehmens weitgehend an seine Söhne, darunter Karl Englhofer (Trn EM). 1909 wurde die F. S. Englhofer Zuckerwarenfabrik KG, später GmbH, gegründet, die in der Folge Markführer im Bereich Bonbons in Österreich wurde. Bekannt wurde dann diese Firma mit den Marken „Firn“, „Arosa“, „Kirstein Blockmalz“ oder „Wiener Zuckerl von Englhofer“ sowie die Gummibärchen „Zwerg Bumsti“. 1997 wurde dann das Unternehmen verkauft.

Englhofer gründete 1872 gemeinsam mit Johann Wöhr (Cl EM), der in diesem Jahr Kaplan in St. Andrä wurde, den Katholischen Gesellenverein (nach Kolping) für die Steiermark und war in der Folge sehr stark wohltätig. Er unterstützte zahlreiche soziale Institutionen vor allem im katholischen Bereich. Über seinen Schwiegersohn, dem „k. k. Hof- und Gerichtsadvokaten“ Ludwig Messek (Cl EM), fand er Kontakt zu der sich in Gründung befindlichen Carolina, die ihn als Ehrenmitglied aufnahm.

Sein Sohn Karl Englhofer engagierte sich beim Traungau und wurde dort Ehrenmitglied, dessen gleichnamiger Sohn ebenfalls. Dessen Sohn Karl Peter war dann beim Traungau Urmitglied.

Quellen und Literatur

Verbindungsarchiv Carolina. Carolinas Tote, Band III, S 47f.

Erstellt von Gerhard Hartmann am 08.04.2014
Zuletzt geändert von Gerhard Hartmann am 14.04.2016