Fr, 10. September 2010

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In Memoriam Dr. Helmar Kögl

[29.07.2010] Der gesamte ÖCV trauert um seinen beliebtesten und bekanntesten Funktionär und Würdenträger. Der angefügte Nachruf des ÖCV über "unseren Dr. cer. Leon" hat Dr. Herbert Kaspar verfasst.

Am 27. Juli 2010 ist Dr. Helmar Kögl v. Dr. cer. Leon (Dan, S-B, The) völlig überraschend nach kurzer schwerer Krankheit in Wien im 66. Lebensjahr verstorben.

Der am 30. September 1944 in Oberösterreich Geborene besuchte das humanistische Stifts-gymnasium in Melk, wo er nicht nur als Sängerknabe mit der Musik, sondern auch bei der KöStV Nibelungia im MKV (wo er vier Mal Senior war) intensiv mit dem Couleurstudententum in Berührung kam. Sein Hochschulstudium an der Universität Wien schloss der humanistisch Gebildete und Interessierte 1969 mit dem Doktor der Philosophie (Geschichte) ab. Schon 1964 war er der KaV Danubia im ÖCV beigetreten und war nicht nur in seiner Verbindung (etwa als Jubelsenior zum 60. Stiftungsfest), sondern auch in der Hochschülerschaft aktiv.

Wie in seinem Studium waren auch seine Interessen im Berufsleben von Vielfalt geprägt, einerseits als Sekretär der Familienstelle der Erzdiözese Wien sowie seine Ausbildung zum dipl. Ehe- und Familienberater und Psychotherapeut, andererseits dann in seiner zwei Jahrzehnte dauernden erfolgreichen Tätigkeit in der Werbewirtschaft. 1992 erfolgte der Wechsel in die Wirtschaftskammer Österreich, wo er im WIFI sowie auch als Sekretär des Präsidenten tätig war.

1987 beginnt seine intensive Funktionstätigkeit im ÖCV als Philistersenior, als stellvertretender, später auch Vorsitzender im AHLB Wien sowie von 1998 bis 2006 als Vorsitzender der Verbandsführung. In dieser Zeit wurde er zu einem der bekanntesten und wohl auch beliebtesten Funktionäre des Verbandes, der viel Zeit, Intellekt und Emotion für unseren ÖCV investierte. Für dieses überdurchschnittliche Engagement wurde er im Jahr 2006 mit der höchsten Ehrung des ÖCV, mit dem Band "In vestigiis Wollek", ausgezeichnet.

Der Kunst- und Kulturinteressierte dachte nicht an Pension oder Ruhestand. Seit 2005 war der aktive Musikfreund mit der Aufarbeitung des Marcel-Prawy-Archivs in der Wienbibliothek beschäftigt. Dafür erhielt er noch wenige Wochen vor seinem Tod das „Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien“. Es war typisch für Helmar Kögl, dass er in seiner Dankesrede für diese Auszeichnung im Wappensaal des Wiener Rathauses wiederholt seine geistige und emotionale Heimat, den österreichischen Cartellverband, hervorhob.

Helmar Kögl war nicht nur bei verbandsinternen Veranstaltungen ein 100 prozentiger Vertreter des katholischen Couleurstudententums, er war es auch im Leben. Auch ohne Verbandsfunktion hat er immer wieder den Kontakt mit Cartellbrüdern gesucht und an Veranstaltungen teilgenommen, wie zuletzt auch an der CVV in Gmunden. Dass er auch noch in den letzten Jahren, am Ende schon von der Krankheit gezeichnet, das Archiv des ÖCV in der Lerchenfelderstrasse 14 in Ordnung brachte, war ein letzter Beweis seiner oftmals bewiesenen Bereitschaft, mit Freude für „seinen ÖCV“ tätig sein zu können.

Lieber Leon, Dein Tod reißt eine besonders große Lücke in unseren Verband und Du wirst vielen, die die Freude hatten, Deine Cartellbrüderlichkeit erleben zu dürfen, in prägender Erinnerung bleiben.

Fiducit toter Bruder!
Dr. Herbert Kaspar v. Lincoln (Am)

Online Kondolenzbuch zum Ableben von Dr. Helmar Kögl




Autor: ÖCV Online Redaktion. Geschrieben am 29.07.2010 um 13:59 Uhr


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